Tischtennis

Portrait

Tischtennis – mehr als nur Hobbysport

Der Ursprung des Sports liegt tatsächlich nicht in China: 1874 wurde Tischtennis erstmals in England schriftlich erwähnt. Damals wurde es noch als „Ping Pong“ bezeichnet. Ping Pong entwickelte sich aus dem Tennis und wurde in den Anfängen hauptsächlich vom englischen Adel und zunächst nur im Freien gespielt. Wegen des typischen englischen Regenwetters wurde der Sport in die Wohnungen verlegt. In China wird Tischtennis nach wie vor als „Ping Pong Ball“ bezeichnet.

Im Reich der Mitte gilt Tischtennis als Lieblingssportart Nummer Eins. Weit über eine Millionen Chinesen üben den Sport auf professionell aus. Tischtennis ist somit die wohl am meisten unterschätzte Sportart der Welt. Das Klischee, Tischtennis sei lediglich ein Hobbysport, den man im Keller ausübt, hält sich leider noch immer hartnäckig.

Faszination Tischtennis

In Wahrheit ist Tischtennis der schnellste Ballsport der Welt, bezogen auf die Zeit zwischen den beiden Ballkontakten. Im Ballwechsel rast der Ball mit Spitzengeschwindigkeiten von bis zu 150 km/h. Bei einer Geschwindigkeit von nur 60 km/h braucht der Ball nur 0,164 Sekunden, um das Netz zu überqueren – kaum länger als ein Wimpernschlag. Dem Spieler bleiben nur Millisekunden Reaktionszeit für den Rückschlag. Extreme Spin-Schläge lassen den Ball mit bis zu 1.000 Umdrehungen pro Minute rotieren.

Reaktionsvermögen, Ausdauer, Schnellkraft und Körperbeherrschung sind ganz entscheidend und können im Training geschult werden. Tischtennisspieler müssen schnell sein wie Sprinter und strategisch denken können wie Schachspieler. Diese Kombination macht den Sport so interessant.

Ziel des Sports

Beim Tischtennis gilt es, den Gegner durch pfiffiges Rückspiel zu Fehlern zu veranlassen, um den Ballwechsel zu Ende zu bringen und dadurch einen Punkt einzufahren. In einem eigenen Beitrag findest du die Kurzversion des Regelwerks und alle nötigen Infos, um einen Satz beziehungsweise ein Spiel zu gewinnen.

Kosten & Ausrüstung

Die Vereinsbeiträge können variieren, aber allgemein ist Tischtennis ein verhältnismäßig günstiger Sport. Die Kosten für Ausrüstung und Vereinsbeiträge liegen jährlich gerade mal im dreistelligen Bereich. Fertige Allround-Schäger sind weniger zu empfehlen. Schlägergriff und Schnelligkeit der Hölzer können stark variieren. Auch die Wahl der Beläge solltest du nicht dem Zufall überlassen. Als Einsteiger ohne Spielerfahrung brauchst du Beläge mit geringeren Schwammstärken, da diese großen Einfluss auf Geschwindigkeit und Rotation des Balles haben. Zudem benötige ein Defensivspieler einen völlig anderen Schläger als der Offensivspieler. Am besten, du läßt dich vor dem Kauf deines ersten „richtigen“ Schlägers von deinem Trainer beraten.

Vereinssport

Der Deutsche Tischtennis-Bund (DTTB) wurde am 08. November 1925 in Berlin gegründet und ist heute der zwölftgrößte deutsche Spitzensportverband.  Rund 600.000 Aktive von jung bis alt spielen in 9.300 deutschen Vereinen Tischtennis.

Hier findest du eine Übersicht aller Vereine des DTTB.

Freizeitspiele

Tischtennis wird neben dem Wettkampf auch gerne in der Freizeit betrieben, teilweise mit selbstbestimmten Regeln und auf Freizeitplatten, die nicht zwangsweise den Anforderungen des internationalen Regelwerks unterliegen müssen. Beim Hobby-Tischtennis wird meist auf sogenannten Outdoor-Tischtennisplatten aus Beton beziehungsweise auf wetterfesten Tischen gespielt.

Verbreitete Tischtennis-Freizeitspiele sind zum Beispiel:

• Chinesisch, Rundlauf, Ringerl oder Mäxle: dabei spielen mehrere Teilnehmer miteinander, indem sich jeder nach einem erfolgreichen Schlag auf die anderen Seite der Platte begibt.

• Englisch: Ein Spieler tritt gegen ein Doppel-Paar an. Die Doppelpaarungen können dabei variieren.

• Deutsch: Deutsch ist eine besondere Version des Rundlaufs, bei der ein Spieler nach einer bestimmten Anzahl von Fehlern ausscheidet.

Von Adib El Khaldi

 

 

 

 

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