Streetsoccer

Streetsoccer-Varianten

Streetsoccer-Varianten

Zusätzlich zu den offiziellen Regeln gibt es zahlreiche Varianten, wie Streetsoccer gespielt wird. Die bekanntesten stellen wir euch hier vor. (Quelle: Wikipedia)

Panna K.-O.

Bei der wohl populärsten aller Streetsoccer-Varianten treten zwei Spieler im direkten Duell gegeneinander an.
Es ist das Ziel dieser Variante, dem Gegner bei offener Beinstellung den Ball durch die Beine zu spielen, ihm also einen sogenannten „Panna“ zuzufügen. Fußballfans werden den Begriff auch als „tunneln“ oder „Beinschuss“ kennen.
Nur, wenn man als „tunnelnder“ Spieler auch den Ball nach dem Beinschuss direkt wieder bekommt, gilt der Panna als abgeschlossen. Der gegnerische Spieler hat dadurch sofort verloren. Sollte er den Ball nach dem Panna als erster berühren, wird das Duell fortgesetzt, bis einer der beiden einen Panna erfolgreich abschließt. Ein Zeitlimit gibt es dafür nur bei Turnieren, die nicht nur mit den offiziellen Regeln, sondern auch in dieser Variante ausgetragen werden.

Fußballtennis

Streetsoccer-Varianten, Fußballtennis
Bild: Sorodorin at de.wikipedia, CC BY-SA 3.0 DE

Fußballtennis ist vor allem bei Jugendlichen sehr beliebt, wird aber inzwischen auch immer häufiger als Trainingsvariante im Profifußball eingesetzt. Wie der Name schon sagt, ist diese Variante gewissermaßen eine Mischung aus Fußball und Tennis. Die gegnerischen Parteien (mindestens ein Spieler pro Seite, eine Höchstzahl gibt es nicht) spielen den Ball über ein Netz in der Mitte des Feldes, zum Beispiel ein Badminton- oder Tennisnetz. Der Ball wird dabei zwischen den beiden Seiten hin- und her gespielt, darf aber nicht den Boden berühren. Geschieht dies doch, wird das Spiel unterbrochen und die Partei auf deren Seite der Ball nicht aufkommt, erhält einen Punkt.

Fußballtennis kann in verschiedenen Varianten und Schwierigkeitsgraden gespielt werden. Zum Beispiel kann statt eines Fußballs auch mit einem Tennisball gespielt werden, um den Schwierigkeitsgrad zu erhöhen. Ganz egal, welche Art Ball benutzt wird und wie schwer dieser zu kontrollieren ist, dürfen genau wie beim Streetsoccer alle Körperteile, abgesehen von Händen und Armen, zur Hilfe genommen werden.

King of the Ring

Mindestens drei Spieler spielen in einem abgegrenzten Bereich gegeneinander. Theoretisch ist die Menge der Spieler bei dieser Variante unbegrenzt, solange der Spielbereich groß genug ist. Jeder Spieler führt einen Ball am Fuß und versucht, diesen als letzter aller teilnehmenden Spieler noch in dem Bereich am Fuß zu führen. Gleichzeitig bemüht man sich, die anderen Spieler zu schlagen, indem man ihren Ball aus der Spielbegrenzung heraus befördert. Wer als letzter mit seinem Ball durch das Spielfeld läuft, ist „King of the Ring“.

„Königsschießen“ oder „Wandschießen“

Diese Variante wird vor allem auf Schulhöfen häufig gespielt. Alle Spieler stellen sich in einer vorher festgelegten Reihenfolge vor einer Mauer oder Wand auf. Der erste Spieler schießt nun den Ball gegen die Mauer. Anschließend muss der nächste Spieler den Ball, der von der Wand zurück prallt, ebenfalls gegen diese spielen. Dabei darf das Spielgerät nur einmal berührt werden. So geht es in der festgelegten Reihenfolge weiter, bis einer der Spieler den Ball nicht gegen die Spielfläche trifft oder mehr als einen Ballkontakt dazu braucht. Wer als letzter Spieler noch übrig hat, gewinnt das Spiel. In Anspielung an die Berliner Mauer wurde das „Königsschießen“ in Westfalen früher auch „Berlinerschießen“ genannt.

„Keep up“ oder „Hochhalten“

„Keep up“ ist in Deutschland besser als „Hochhalten“ bekannt. Die Spieler stehen meist in einem Kreis. Einer von ihnen spielt den Ball zu Beginn hoch in die Luft (natürlich ohne die Hände zu Hilfe zu nehmen). Entweder spielt er dabei einen Mitspieler an, oder legt ihn sich selbst vor. Alle Spieler, die den Ball spielen, halten ihn in der Luft, ohne dass er den Boden berühren darf. Wie immer sind dabei alle Körperteile außer den Händen und Armen erlaubt. Fällt der Ball nach der Berührung eines Spielers auf den Boden, scheidet dieser aus.

Eine etwas schwierigere Variante ist die One-Touch-Version, bei der jeder Spieler nur einen Ballkontakt hat und den Ball mit diesem direkt zu einem Mitspieler weiterspielen muss. Berührt ein Spieler den Ball zweimal direkt nacheinander, ist er auch ausgeschieden.

Hoch hinein

Streetsoccer-Varianten, Hoch hinein Fallrückzieher
Bild: unicorns13 at wikipedia, CC BY-SA 3.0

Dieses Spiel hat viele Namen: Hoch hinein, Luftkönig, Hoch-Eins, Auspunkten, Yoyo usw. Es ist in Deutschland sehr populär. Man benötigt mindestens drei Spieler, von denen einer als erster ins Tor geht. Die übrigen Spieler versuchen nun ähnlich wie beim Hochhalten, den Ball in der Luft zu halten, ohne dass dieser den Boden berührt. Das Ziel ist es, auf diese Weise, also per Volley-Schuss oder Kopfball ein Tor zu erzielen. Der Ball muss dabei allerdings von einem Mitspieler kommen und darf nicht selbst vorgelegt werden.

Es gibt verschiedene Varianten des Spiels: Zum Teil ist es erlaubt, dass der Ball zwischenzeitlich den Boden berührt, solange er beim Torschuss direkt aus der Luft kommt. Wird ein Tor erzielt, bekommt der Torwart einen Minuspunkt. Geht ein Schuss am Tor vorbei oder schießt ein Spieler ein Tor, direkt nachdem der Ball den Boden berührt hat, muss der Schütze ins Tor. Sobald ein Spieler alle seine Punkte verloren hat, endet das Spiel.

Als weitere Varianten können zum Beispiel Regeln festgelegt werden, die den Spieler retten, der nun eigentlich der Torwart sein müsste. Umgekehrt kann es auch Möglichkeiten geben, wie der Torwart sofort das Tor verlassen darf um selbst wieder Tore zu erzielen.

Elfmeter-Rittern

Der Ablauf beim Elfmeter-Rittern ist ähnlich wie beim Hochhalten. Statt Volley-Schüsse werden in diesem Spiel Elfmeter geschossen. Auch bei dieser Variante steht einer der Spieler im Tor. Meist kann dieser in der ersten Runde keine Punkte verlieren oder bekommt einen Punkt mehr als die Mitspieler. Wird ein Elfmeter verschossen, geht der Schütze ins Tor und der bisherige Torwart reiht sich bei den Schützen ein.

Es gibt unterschiedliche Möglichkeiten, Punkte zu zählen. So kann der Torwart bei jedem erzielten Tor einen Punkt verlieren, oder auch nur einen Punkt pro Aufenthalt im Tor, bis er wieder ein Elfmeter verschossen wird. Auch ist es möglich, dass ein Schütze nur dann ins Tor muss, wenn der Torhüter den Ball hält, aber nicht, wenn er ohne Hilfe des Torwarts verschießt. Dafür erhält der Schütze dann auch bei einem verschossenen Elfmeter einen Minuspunkt. Spieler, die alle ihre Punkte verloren haben, scheiden aus dem Spiel aus. Verliert der Torwart seinen letzten Punkt, bleibt er bis zum nächsten verschossenen Elfmeter im Tor und wird dann durch den Schützen ersetzt. Wer als letzter Spieler noch Punkte auf seinem Konto hat, gewinnt das Spiel.

Von Manuel Fuß

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