Streetsoccer

Die wichtigsten Regeln

Anzahl der Spieler

Jedes Team besteht aus vier Spielern und zusätzlich bis zu vier Auswechselspielern. Spieler dürfen beliebig oft im „fliegenden Wechsel“ ein- und ausgewechselt werden. Das bedeutet, dass das Spiel für einen Wechsel nicht unterbrochen wird, sondern einfach ein Spieler das Feld verlässt, wenn ein anderer es betritt.

Spielfeld

Das Spielfeld beim Streetsoccer ist 15 m lang und 10 m breit. Die Größe der Tore ist vergleichbar mit der von Eishockeytoren, also etwa 1,20m hoch und 1,80 breit. Wenn der Ball über die Spielfeldbegrenzung oder Bande gerät, wird der Ball nicht wie beim Fußball eingeworfen, sondern eingerollt.

Fairplay

Ansonsten gibt es keine festen Regeln. Auch einen Schiedsrichter gibt es beim Streetsoccer nicht. Der Fairplay-Gedanke ist sehr wichtig und die Spieler entscheiden selbst, ob die Regeln eingehalten wurden oder nicht. Das gilt auch für Foulspiele. Eine offizielle Vorgabe, was als Foul gilt, gibt es nicht. Die Spieler müssen sich im Spiel untereinander verständigen und entscheiden, ob ein Angriff fair ist oder nicht. Gerade dieser Aspekt macht für viele den Reiz der Sportart aus, da nur die spielerischen Fähigkeiten gefragt sind und ein Spiel entscheiden können.

Regelvarianten

Es gibt verschiedene Varianten, die nicht den offiziellen Streetsoccer-Regeln unterliegen, aber auch häufig praktiziert und z.T. kombiniert werden. Sie sollen das Spiel interessanter machen und bieten einige Abwechslung. In einem eigenen Beitrag findest du die wichtigsten Infos dazu zusammengefasst.

Wettbewerbe

Streetsoccer-Regeln, Weltmeisterschaft 2006
Bild: Frank M. Rafik, CC BY-NC-SA 2.0

Als offizieller Bestandteil des Kunst- und Kulturprogramms der Fußball-Weltmeisterschaft fand 2006 in Berlin die erste Straßenfußball-Weltmeisterschaft (offiziell „streetfootballworld festival 06“) statt (Bild). Erster Weltmeister wurde das Projekt Mathare Youth Sports Association aus einem Slum in Nairobi, Kenia.
Außerdem gibt es seit 2003 eine Weltmeisterschaft für Obdachlose (Homeless World Cup). Die Veranstaltung findet seitdem jedes Jahr an wechselnden Austragungsorten statt.
Auch deutsche Meisterschaften im Straßenfußball gibt es seit 2006. Das Turnier soll auch dazu dienen, sozial Benachteiligte in den Fokus der Öffentlichkeit, aber auch von Talentsuchern zu rücken. Schon einige bekannte Persönlichkeiten, vor allem aus dem Fußball unterstützten den Wettbewerb, beispielsweise der ehemalige, inzwischen verstorbene DFB-Präsident Gerhard Mayer-Vorfelder oder sogar Bundestrainer Joachim Löw.

Von Manuel Fuß

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