Streetsoccer

Streetsoccer im Portrait

Worum geht es eigentlich?

Beim Streetsoccer geht es wie beim Fußball darum, einen Ball mit allen Körperteilen außer Armen und Händen (meist mit den Füßen oder dem Kopf) in das Tor der gegnerischen Mannschaft zu befördern und dabei mehr Tore zu erzielen als die Gegner. Allerdings sind die Regeln weniger komplex als beim „großen Bruder“ und es geht viel mehr um Kreativität und Technik beim Umgang mit dem Ball, als um Taktik.

Regelkunde/ Wichtigste Regeln

Jedes Team besteht bei einem offiziellen Streetsoccer-Spiel aus vier Spielern und zusätzlich bis zu vier Auswechselspielern. Spieler dürfen beliebig oft im „fliegenden Wechsel“ ein- und ausgewechselt werden. Ein Spiel dauert zwischen 10 und 15 Min. Auch hieran erkennt man, dass die Regeln beim Streetsoccer wesentlich flexibler sind, als beim Fußball. Es gibt beispielsweise auch keinen Schiedsrichter. Die Spieler entscheiden selbst, ob ein Foul vorliegt oder nicht.
Die offiziellen Regeln findest du in einem eigenen Beitrag.

Es gibt außerdem verschiedene Varianten, die nicht den offiziellen Regeln unterliegen, aber auch häufig praktiziert und zum Teil kombiniert werden. Auch hierüber kannst du die wichtigsten Infos in einem separaten Beitrag nachlesen.

Faszination Streetsoccer

Faszination StreetsoccerStreetsoccer bzw. Straßenfußball ist vor allem in ärmeren Ländern (Afrika, Südamerika) weit verbreitet. Dafür gibt es einen einfachen Grund: Man benötigt nur sehr wenige Mittel um Streetsoccer zu spielen. Man benötigt keine bestimmte Ausrüstung. Sportkleidung ist von Vorteil aber nicht zwingend erforderlich. Ein Ball und zwei Tore sind erforderlich. Und selbst das ist Auslegungssache. Zum Beispiel muss der Ball bei nicht-offiziellen Spielen keine Standards erfüllen und ist manchmal einfach irgendein Gegenstand, der mit den Füßen gespielt werden kann. Auch mit einer Blechdose kann man technische Finessen einstudieren. Die Tore werden oft einfach durch Markierungen am Boden aufgezeichnet statt aufgestellt. Als Spielfeldbegrenzung reicht ein Zaun, eine Mauer oder eine von den Spielern festgelegte imaginäre Grenze.

Cristiano Ronaldo
Bild: Chris Deahr, CC BY-2.0

Streetsoccer kann also theoretisch überall gespielt werden, wo sich Tore und eine Spielfläche herrichten lassen, oft wirklich auf der Straße oder auf Betonplätzen. Man benötigt nur die entsprechende Anzahl Spieler und einen Ball und schon kann es losgehen. Aus diesen Gründen kann Streetsoccer fast überall auf der Welt gespielt werden. Es ist vermutlich eine der am häufigsten betriebenen Sportarten weltweit, ohne überhaupt eine anerkannte Sportart zu sein. Auch einige Fußballprofis begannen auf der Straße, inbesondere wenn sie in ärmlichen Verhältnissen (z. B. in Brasilien, Nigeria oder Argentinien) aufgewachsen sind. Nicht zuletzt dank der dort erlernten Fähigkeiten wurden sie entdeckt und zum Vorbild für andere Straßenkicker. Auch der mehrfache Weltfußballer Cristiano Ronaldo (Bild) wuchs in ärmlichen Verhältnissen in Portugal auf.

Spaß am Spiel und Fairplay

Streetsoccer ist wesentlich schneller und mehr auf spielerische Fähigkeiten ausgelegt als offizieller Fußball. Es gibt keinen Schiedsrichter, deshalb ist der Fairplay-Gedanke wesentlicher Bestandteil des Spiels. Es gibt außer ein paar offiziellen Vorgaben so gut wie keine Regeln, weshalb grundsätzlich jeder auch ohne große Vorkenntnisse einfach drauf los spielen kann. Jeder? Grundsätzlich kann jeder, der einen Ball nach den Regeln bewegen kann, auch Streetsoccer spielen. Es ist allerdings eine Mannschaftssportart und daher für Einzelgänger weniger geeignet. Obwohl es auch unter Streetsoccer-Spielern besondere Einzelkönner gibt. Ein paar von ihnen stellen wir dir in einem der Streetsoccer-Videos vor.
Insbesondere technische Fähigkeiten, Geschwindigkeit und Antizipationsgabe, sowie ein Bewusstsein für Fairplay sind bei Streetsoccer-Spielern gefragt. Einige besondere Skills und Moves findest du ebenfalls im Videobereich.

Von Manuel Fuß

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