Streetball

Tricks & Moves

Streetball = Showtime

Korberfolg gleich Matchgewinn? Das stimmt zwar beim Streetball ebenso wie beim klassischen Basketball, ist aber nur die halbe Wahrheit: Das Austricksen des Gegners und das Präsentieren der eigenen Ballkontrolle gegenüber seinen Gegnern und Mitspielern nimmt für viele Streetballer nämlich eine wichtigere Rolle ein, als das eigentliche Erzielen von Körben.

Schaffst du es, deinen Gegenspieler durch schnelle und verwirrende Tricks so zu überrumpeln, dass dieser das Gleichgewicht verliert, ausrutscht oder den Ball aus den Augen verliert, bist du innerhalb von Sekunden der neue Gott auf dem Streetball-Olymp deines Spielfelds. Damit du also demnächst nicht nur einen Korb erzielst, sondern auf dem Weg dorthin deinen Gegnern auch den perfekten Korb verpasst, kommen hier die Top 3 unserer Streetball Tricks & Moves:

Crossover

Beginnen wir mit dem so ziemlich beliebtesten aller Tricks, dem Crossover. Dieser ist richtig ausgeführt nicht nur unheimlich effektiv und vernichtend, sondern außerdem auch die Grundlage für viele andere Moves im Streetball.

Vereinfacht ausgedrückt steht der Crossover für eine Täuschung des Gegners. Ziel dabei ist es, ein Dribbling an der einen Seite seines Gegenspielers vorzutäuschen, um anschließend die andere Seite zu wählen und so am Gegner vorbei zu kommen – ähnlich wie bei einem Übersteiger im Fußball. Je überzeugender du die Täuschung aufziehst und anwendest, desto höher wird auch deine Erfolgschance sein.

Der Crossover erfordert dabei nicht nur ein hohes Maß an Ballkontrolle, sondern auch eine hohe Körpergeschwindigkeit und einen schnellen Antritt. Bist du ein wahrer Crossover-Profi, besteht sogar die Möglichkeit, dass deine Täuschung deinem Gegner das Gleichgewicht nimmt und ihm den Boden unter den Füßen wegzieht – das wäre ein sogenannter down-you-go und der Traum eines jeden Streetballers. Wie genau ihr euren Crossover ausführt, liegt aber an euch: viele Variationen sind möglich!

Schwarz-Weiß Bild eines Streetball-Matches durch einen Zaun fotografiert

Boomerang

Während der Crossover eine seitliche Täuschung des Gegners darstellt, spielt sich der Boomerang eine Ebene höher ab: über dem Kopf deines Gegenspielers. Dieser Move verschafft dir die ideale Möglichkeit für einen gezielten Wurf auf den Korb oder den tödlichen Pass auf einen Mitspieler unter dem Ring.

Beim Boomerang befindest du dich in unmittelbarer Nähe zu deinem Gegenspieler und bist im besten Fall nicht durch einen weiteren Gegner flankiert. Jetzt musst du versuchen, den Ball mit einer Hand so über den Kopf deines Gegners zu schleudern, dass dieser wieder in deine Richtung zurückkehrt. Schaffst du es, diesen Move schnell genug und mit der nötigen Natürlichkeit auszuführen, erledigt sich der Rest wie von selbst.

Dein Gegner assoziiert mit dieser Bewegung nämlich einen Wurf bzw. Pass und dreht sich automatisch in die erwartete Flugrichtung um. In Wahrheit ist der Ball aber immer noch in deinem Besitz und dadurch, dass dein Gegner dir jetzt den Rücken zudreht, stehen dir alle Wege offen. Zugegeben, das nötige Gleichgewicht zwischen Wurfkraft und Rückwärtsdrall zu finden, ist nicht ganz einfach – mit genügend Übung macht dich dieser Move aber zum absoluten Streetball-King. Außerdem: Das anschließende lange Gesicht deines Gegners ist Training allemal wert!

Hypnotizer

Wie der Name schon sagt, dreht sich bei diesem Trick alles um Hypnose: nur dass du dabei kein Pendel, sondern deine Ballsicherheit und deine Schnelligkeit nutzt.Während sich die anderen beiden Moves vor und über deinem Gegner abspielten, dreht sich beim Hypnotizer alles darum, was bei dir und hinter deinem Körper passiert.

Das A und O bei diesem Trick ist die Vorbereitung: Dabei dribbelst du den Ball einige Sekunden mit hoher Geschwindigkeit um dich herum. Ob durch die Beine, hinter deinem Rücken oder seitlich von dir – Ziel ist es, die Aufmerksamkeit deines Gegners voll und ganz auf den Ball zu lenken, sodass er den Blick dauerhaft gesenkt hält. Je schneller und verwirrender dein Dribbling abläuft und je näher du dem Spieler bist, desto weniger Chancen hat dein Gegenspieler. Anschließend brichst du den Blickkontakt deines Gegners zum Ball für den Bruchteil einer Sekunde, indem du ihn hinter deinen Rücken bewegst – am besten funktioniert das z.B. nach einem Seitenwechsel des Balles.

Jetzt schleuderst du den Ball über deinen Kopf und den deines Gegners vertikal in die Höhe, läufst an ihm vorbei und nimmst den Ball für den finalen Korbwurf oder Pass wieder auf. Durch das extreme Dribbling, die geringe Nähe und den „unsichtbaren“ Wurf, ist dein Gegner so gefesselt, dass er diesen Move gar nicht bemerkt und seine Defense nicht anpassen kann. Der Hypnotizer gehört schon zur wahren Königsklasse des Streetballs und erfordert daher viel Übung und enorm hohe Ballkontrolle. Dafür hypnotisierst du damit aber auch nicht nur deine Gegenspieler sondern auch deine Zuschauer und Mitspieler und gewinnst so mit Sicherheit 99% aller Tricks-Contests!

P.S.: Statt den Ball hinter deinem Rücken hoch zu werfen, kannst du ihn auch mit entsprechend viel Wucht auf den Boden schleudern. Mit dem richtigen Winkel prallt dieser dann so vom Boden ab, dass er ebenso über euch drüber fliegt wie beim „normalen“ Hypnotizer. Das sieht sogar noch faszinierender aus und hat daher auch einen eigenen Namen: Bounce-Hypnotizer!

Und wer direkt von den Besten lernen will und Lust auf ein paar heiße Moves hat, die nicht nur deine Gegner sondern auch das Publikum garantiert zum Durchdrehen bringen, sollte sich unsere Streetball-Video-Compilation nicht entgehen lassen!

Von Malte Müller

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