Skateboarding

Obstacle-Alphabet

Ein Obstacle (englisch für Hindernis) ist alles, was beim Skaten überwunden werden kann. Die Hindernisse im Skatesport sind vielschichtig und können miteinander kombiniert werden. Ob Treppen, Geländer oder eigens angefertigte Hindernisse, wie Rampen oder Halfpipes. Da Skateboarding aus den USA stammt, sind fast alle Begriffe englischsprachig. Um einen Überblick über die unterschiedlichen Obstacles zu bekommen, findet Ihr hier ein Obstacle-Alphabet.

Obstacle: Bank

Bank:

Als Bank bezeichnet man eine Schräge – egal ob sie gerade oder gerundet ausfällt. Eine Bank fährt man hoch und runter, man springt in sie hinein oder aus ihr heraus. Häufig benutzt man eine Bank als Kicker: Das heißt man fährt sie hoch und nutzt sie als Absprunghilfe. Dann macht man einen Flat-Trick, landet und rollt wieder hinunter.

Bild: Titus

Bowl:

Der Begriff Bowl bezeichnet ein Becken. Ursprünglich handelte es sich meist um leere Swimmingpools, die abgerundete Beckenformen hatten. Dadurch eigneten sie sich zum Durchfahren mit dem Skateboard. Da Skateboarding heute nicht mehr in den Kinderschuhen steckt, gibt es statt leerstehenden Pools, eigens zum Skaten gebaute Bowls.

Obstacle: Bowl

Bild: Titus

Obstacle: Curb

Curb:

Als Curb bezeichnet man alles, was eine annäherungsweise rechteckige Form hat und Kanten besitzt. Ob Bänke, Holzkästen oder festinstallierte Metallkästen. Die Kanten werden für Grinds und Slides genutzt. Dabei werden sie meist vom Boden aus angefahren und -gesprungen. Möglich ist aber auch, auf dem Curb anzufahren und von dort aus die Kante anzuspringen.

Bild: Titus

Dach:

Ein Dach besteht aus zwei Schrägen, die in der Mitte zulaufen. So hat man eine Absprunghilfe auf der einen, und eine Landefläche auf der anderen Seite. Je nachdem wie das Dach geformt ist, also wie spitz oder flach der Winkel und wie kurz oder lang die Dach-Hälften sind, springt man eher weit und flach oder kurz und sehr hoch.

Obstacle: Dach

Bild: Titus

Obstacle: Euro Gap

Euro Gap:

Als Gap bezeichnet man grundsätzlich einen Abstand, den man in aller Regel überspringt. Unter Euro Gap versteht man eine schräge Bank oder einen Kicker. An dessen oberen Ende springt man ab und landet auf einer höhergelegenen waagerechten Fläche. Während des Sprungs überwindet man das Gap.

Bild: Titus

Flatrail:

Ein Rail bezeichnet eine Schiene oder Stange. Flat meint, dass sie das Rail in unmittelbarer Bodennähe befindet und meist parallel zu ihm verläuft. Neben Flatrails gibt es auch Handrails, welche meist Treppengeländer sind. Alle Rails werden für Grinds und Slides benutzt. Nutze Flatrails für Übungen, bevor du dich an die gefährlicheren Treppengeländer wagst.

Obstacle: Flatrail

Bild: Titus

Obstacle: Halfpipe

Halfpipe:

In Halfpipes skatet man vertikal. Sie sind gewissermaßen eine Weiterentwicklung der Bowls, in denen man schon während der ersten Stunden des Skateboardings vertikal fuhr. In Halfpipes liegt jedoch ein wesentlicher Schwerpunkt auf dem Heraus- und wieder Hineinspringen. Zudem wird auf den Copings, also den oberen Kanten, gegrindet und geslidet. Bei manchen Halfpipes gibt es an den oberen Rändern der Halfpipes Ausbauten, die weiter nach oben führen. Diese werden Extensions genannt.

Bild: Titus

Hubba:

Als Hubba bezeichnet man ein Curb, das meist schräg neben einer Treppe hinuntergeht. Außerdem ist es ein wenig höher als die Treppe an sich. Dadurch kann man es anspringen und hinuntergrinden oder -sliden. In der Regel wird auf das obere Ende der Treppe zugefahren. Anstatt die Treppenstufen hinunterzuspringen, wird dann jedoch neben der Treppe am Hubba hinuntergegrindet oder -geslidet.

Obstacle: Hubba

Bild: Titus

Obstacle: Miniramp

Miniramp:

Die Miniramp ist eine kleinere Version der Halfpipe. Sie zeichnet sich dadurch aus, dass sie kaum oder gar keine vertikale Passage besitzt. Dadurch ist das Heraus- und Hineinspringen nicht möglich. Man fährt von der einen zur anderen Seite, macht am oberen Ende einen Flat-Trick und fährt wieder zurück. Auch Grinds oder Slides am Coping, also der oberen Kante der Miniramp, sind möglich. Die Ausmaße einer Miniramp sind im Vergleich zur Halfpipe deutlich geringer.

Bild: Titus

Pole:

Unter Pole versteht man eine Stange, die aus dem Boden ragt. Häufig handelt es sich dabei um Straßenpoller, die durch Krafteinwirkung verbogen sind. An diesen Poles kann man sogenannte Pole Jams machen. Man fährt auf die Pole zu, springt sie an, slided bis zum oberen Ende und katapultiert sich dort mit Geschwindigkeit noch vorne und oben. In der Luft macht man einen weiteren Trick.

Obstacle: Pole

Bild: Titus

Obstacle: Pyramide

Pyramide:

An einer Pyramide macht man Tricks von der einen in die andere Seite. Sie ähnelt von ihrer Benutzung daher dem Dach. Der Unterschied ist, dass man nicht geradeaus, sondern meist in einem 90-135 Grad Winkel springt. Die Ausführungen reichen von spitzwinkligen bis stumpfwinkligen Pyramiden. Es gibt auch rundliche Versionen, die der Form eines abgeschnittenen Kegels entsprechen.

Bild: Titus

Quarterpipe:

Die Quarterpipe ist eine halbe Halfpipe. Sie endet am oberen Ende ebenfalls in der Vertikalen. Die obere Kante – Coping genannt – eignet sich für Grinds, Slides und Liptricks. Quarterpipes eignen sich sowohl zum Herausspringen auf eine höhere horizontale Ebene, als auch zum Wiederhineinspringen. Je nachdem an welchem Punkt der Hochfahrt man abspringt und wie man sein Gewicht verlagert, springt man heraus oder landet wieder in der Pipe.

Obstacle: Quarter

Bild: Titus

Obstacle: Treppen

Treppen:

Treppen eignen sich für Sprünge. Hier versucht man den gesamten Treppenverlauf zu überspringen. Je nach Länge der Treppe sind die Sprünge schon fast Big-Airs – also Sprünge, die sich durch ihre lange Flugzeit und einen großen Höhenunterschied zwischen Absprungs- und Landefläche auszeichnen. Neben Sprüngen eignen sich einige Treppen auch für Grinds und Slides. Dafür müssen die Treppen über Handrails, also Geländer verfügen. Die werden dann vom oberen Ende angesprungen. Man versucht die Handrails den gesamten Weg durchzusliden oder -zugrinden.

Bild: Titus

Von Julian von der Meden

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