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Klettern

Eine Trendsportart im Portrait

Klettern versteht sich als eine Trendsportart, die an Felswänden oder in einer Kletterhalle ausgeübt werden kann, dann spricht man vom Indoor-Klettern.

Profisportler treten meistens als Individuen auf, es sei denn sie betreiben einen Mannschaftssport. So ist es auch bei Kletterern. Meist gibt es ein Kletterteam, welches dazu dient, sich gegenseitig zu sichern, aber die Leistungssteigerung und das Überwinden der Grenzen und Erreichen der vorher festgelegten Ziele liegt nur bei einem selbst.

Beim Klettern wird der ganze Körper beansprucht. Deshalb ist es wichtig, sich bei dieser Sportart akribisch mit dem eigenen Körper auseinanderzusetzen und Schritt für Schritt die einzelnen Kletterrouten anzugehen und die steigenden Schwierigkeitsgrade zu meistern.

Unabhängig vom Alter kann die Sportart aber nicht nur als Leistungssport betrieben werden. Der Trend zum Indoor-Klettern als eine Fitness- und Freizeitsportart kommt nicht von ungefähr. Innerhalb der letzten 15 Jahre erfreut sich die Sportart in Deutschland immer größerer Beliebtheit und die Kletterhallen registrieren steigende Besucherzahlen. Dies liegt zuletzt nicht nur an den vielen Möglichkeiten, diese Sportart nahezu überall ausüben zu können, sondern auch an dem breiten Angebot der Hallen, was die verschiedenen Kletterwandarten und Schwierigkeitsstufen betrifft.

Um die Bereiche Indoor und Outdoor voneinander abzugrenzen, zählen wir dir hier mal ein paar Dinge auf, die du beachten musst. Aber keine Angst, die Unterschiede sind zunächst nicht so gravierend, wie du vielleicht annimmst.

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Unterschiede zwischen Outdoor- und Indoor-Klettern

An erster Stelle steht natürlich erst einmal die Unabhängigkeit beim Indoor-Klettern. Du musst also nicht auf Wetterbedingungen achten oder etliche Kilometer weit fahren, um dich an einer geeigneten Felswand zu probieren. Kletterhallen gibt es in Hülle und Fülle und auch bestimmt nicht weit von deinem Wohnort. Außerdem bist du Zeit- und Jahreszeiten unabhängig. Die eisigen Temperaturen des Winters können dir jetzt nichts mehr anhaben und wenn du das Bedürfnis hast, ein nächtliches Kletter-Workout einzulegen, kannst du auch das tun. Natürlich lohnt sich vorher ein Blick auf die Öffnungszeiten der Kletterhallen.

Sollte es dann doch lieber raus an den Felsen gehen, musst du beachten, dass es dort keine fest installierten Sicherungsseile, wie sie in der Halle vorhanden sind, gibt. Die Sicherungstechnik ist natürlich beim Outdoor-Klettern anspruchsvoller als innerorts. Hierbei musst du dein eigenes Seil in einem Sicherungshaken befestigen. Auch ist der Abstand zwischen den Haken in der Halle standardisiert, das erleichtert dir das Besteigen der Wand. In der Natur ist, wie es so schön gesagt wird, alles naturbelassen.

Die Sicherheit ist der wichtigste Punkt! Betreiber verpflichten sich, ihre Kletterhallen regelmäßig zum Schutz der Besucher zu warten. Die Klettergärten draußen werden in der Regel auch von alpinen Vereinen in Schuss gehalten. Dies garantiert aber noch lange nicht, dass alles in einem Top Zustand ist und man ohne Bedenken die Felswand besteigen kann. Es kann immer sein, dass ein Haken nicht sicher verankert ist. Beim Outdoor-Klettern stellt sich noch viel mehr die Frage nach der Eigenverantwortung. Die Route muss vorher genauestens studiert werden, damit später keine Komplikationen auftreten. Beispielweise weil du trotz des geübten Kletterns in der Halle, die Griffe und Tritte im Fels nicht erkennen kannst.

Als letzter, aber deswegen nicht unwichtiger Punkt: Möchtest du das Outdoor-Klettern ausprobieren, musst du dich vorher auch mit dem Umwelt- und Naturschutz befassen. Nur weil du dich jetzt nicht mehr in einem begrenzten Raum befindest, heißt das nicht, dass es draußen keine Regeln zu beachten gilt.

Klettern ist eine Sportart für Jedermann. Es verbindet Spaß an der Bewegung mit einem effektiven Ganzkörper-Training der besonderen Art, da bei kaum einer anderen Sportart so viele Muskelgruppen gleichzeitig beansprucht werden. Deshalb schreibt man der Sportart zunehmend auch einen gesundheitsfördernden Aspekt zugute. Schulen installieren Kletterwände in den Sporthallen und bieten den Kindern somit eine weitere Möglichkeit im Unterricht neben den üblichen Ballsportarten oder der Leichtathletik diese abwechslungsreiche Sportart auszuüben, Ärzte und Krankenkassen verschreiben bei Bewegungsmangel oder Schmerzen in bestimmten Körperregionen einen Kletterkurs. Selbst körperbehinderte Menschen können durch diese Sportart erfolgsversprechend therapiert werden.

Wie bereits am Anfang des Textes angedeutet, kann Klettern ein Individualsport sein, muss es aber nicht zwingend. Bei Bedarf kann man daraus einen Gruppensport machen und sich in Teams mit einem weiteren oder mehreren Kletterern zusammenfinden. Der Spaß am Klettern steht hierbei natürlich an oberster Stelle, im Team kann zudem das soziale Umfeld gepflegt werden. Trotzdem bist du am Ende alleine oben an der Wand und so ist es auch wichtig, dass du selbstständig bist und Eigeninitiative zeigst.

Was macht die Sportart aus?

Nachstehend haben wir für dich noch einmal die wichtigsten Fakten zur Sportart Klettern zusammengefasst:

• gemeinsamer Spaß an der Bewegung steht im Vordergrund

• Austüfteln von diversen Schwierigkeiten

• Annehmen neuer Herausforderungen

• Überwinden von Grenzen

• Sich-Auseinandersetzen mit dem eigenen Körper bis in die letzte Muskelfaser

• Erfühlen der eigenen Körperbalance

Von Mascha Winkels

Bildquelle (2.): ©Efrén, Lizenz: CC BY-SA 2.0 – https://www.flickr.com/photos/efrencd/788250479/

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