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Discgolf und Freestyle – mehr als nur Disziplinen?

Neben dem klassischen Ultimate, bei dem es darum geht, möglichst schnell das Spielfeld zu überbrücken um Punkte erzielen zu können, gibt es noch weitere Disziplinen im DiscSport.

Besonders beliebt sind dabei Discgolf und Freestyle. Im Folgenden werden wir euch einen kurzen Einblick in die Welt der beiden Ultimate-Variationen geben.

Was ist Freestyle?

Was haben Elemente aus Gymnastik und Tanz mit dem simplen Spiel des Werfens und Fangens gemeinsam, das den Ultimate-Sport ausmacht? Auf den ersten Blick nicht viel, so scheint es. Verbindet man diese Elemente jedoch miteinander, so erhält man die Discsport-Disziplin Freestyle. Das Ziel dieser spannenden Variation liegt darin, kreative, artistische und athletische Bewegungen mit einer Wurfscheibe auszuführen.

Dabei führen Teams aus zwei bis drei Spielern sogenannte Routinen, die extra für Wettkämpfe choreografiert werden, vor. Eine solche Routine besteht aus Würfen, Fängen und Bewegungen mit einer oder mehreren Scheiben und dauert zwischen drei und fünf Minuten. Eine Jury bewertet den Schwierigkeitsgrad, den künstlerischen Ausdruck und die Ausführung der Routine. Jeder Bereich wird dabei mit jeweils maximal zehn Punkten bewertet. Am Ende gewinnt das Team mit der höchsten Punktzahl.

Für die meisten Spieler besteht der wichtigste Teil des Sports jedoch im Jamming. Jamming ist gemeinsames Improvisieren – oft in einer großen Gruppe im Park um die Ecke. Diese Form zeichnet der hohe Spaß-Faktor aus, hier gibt es keine Jury und keinen Wettkampf. Die Spieler machen Tricks in Kooperation mit Anderen (Cooping), egal ob vorher einstudiert oder spontan. Besonders beliebt ist Freestyle bei Anfängern, die sich im Park zum spielen treffen.

Was ist Discgolf?

Discgolf ist die Kombination aus Werfen der Frisbeescheibe und dem klassischen Golfsport mit Ball und Schläger. Ziel dieser Disziplin ist es, die Wurfscheibe mit möglichst wenigen Würfen von einem festen Abwurfpunkt (Tee) in einen Korb zu bringen, der entfernt an einen solchen vom Basketball erinnert. Üblicherweise wird ein Discgolf-Kurs in vorhandene Grün- und Sportanlagen integriert. Es gibt jedoch auch festgelegte Kurse, beispielsweise in Wäldern oder Parks.

Was sind die Spielregeln?

Genau wie beim klassischen Golfsport beginnt das Spiel mit dem Abwurf der Scheibe vom Tee. Danach wird die Frisbee immer von dem Punkt geworfen, an dem sie als Letztes zur Ruhe gekommen ist. Gibt es beim normalen Golf verschiedene Schläger für die unterschiedlichen Anforderungen an den Schlag, so gibt es beim Discgolf verschiedene Wurfscheiben, die unterschiedliche Flugeigenschaften aufweisen.

Eine weitere Parallele zwischen Golf und Discgolf liegt in der Bewertung der Würfe: Um zum abschließenden Ergebnis zu kommen, werden die benötigten Würfe für einen Kurs mit mehreren Bahnen zusammenaddiert. Gewonnen hat am Ende derjenige, der am wenigsten Würfe für den gesamten Kurs benötigte.

Um die Bahnen eines Kurses nach Schwierigkeiten einzuteilen, werden sie mit einem Par, also einer vorgesehenen Anzahl an Würfen, versehen. In der Regel liegt ein solches Par bei drei oder vier Würfen. Die Länge einer Bahn schwankt meist zwischen 50 und 200 Metern, natürlich gibt es aber auch kürzere bzw. längere Bahnen.

Beim Discgolf gibt es sowohl feste Kurse, die eigene und festinstallierte Körbe haben, als auch sogenannte Naturkurse. Naturkurse liegen häufig in Wäldern oder Parks und zeichnen sich dadurch aus, dass es keine Körbe als Ziele gibt. Hier liegt das Ziel darin, die Scheibe zum Beispiel auf Bäume zu werfen. Ähnlich wie beim klassischen Golf 18 Loch gespielt werden, haben die meisten Kurse beim Discgolf 18 Bahnen, die bespielt werden müssen.

Womit wird gespielt?

Zwar kann Discgolf mit allen handelsüblichen Frisbee-Scheiben gespielt werden, für die speziellen Anforderungen (Flugkurve, Flugweite) gibt es jedoch sogenannte Golfdiscs. Solche Golfdiscs zeichnen sich durch ein höheres Gewicht, einer besseren Aerodynamik und einem kleineren Durchmesser aus. Da es beim Discgolf verschiedene Spielsituationen gibt, gibt es auch verschiedene Wurfscheiben, die sich für spezielle Situationen besonders eigenen:

• Vor allem für den ersten Wurf, bei dem in der Regel eine große Weite erzielt werden soll, wird der Driver Driver weisen eine gute Aerodynamik auf, haben dafür aber eine instabile Fluglage, die die Scheibe bei geringer Wurfstärke abkippen lässt. Auch der aktuelle Weiten-Weltrekord, der von Simon Lizotte aus Deutschland aufgestellt wurde und bei 263,2 Metern liegt, wurde mit einer solchen Frisbee aufgestellt.

• Stabiler in der Fluglage als Driver sind die Annäherungsscheiben (Midrange, manchmal auch Multi-Purpose). Annäherungsscheiben werden für Würfe aus geringeren Distanzen verwendet.

• Die höchste Stabilität in der Luft, aber auch die kürzeste Flugweite, weisen die Putter auf. Sie werden in der Regel für den abschließenden Wurf in den Korb benötigt.

Von Jonas Reihl

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